Bau-Konzept und Planung

Für bis zu 200 Menschen verschiedener Generationen und Nationalitäten bietet Monte Alegre einen ökologisch orientierten Lebensraum, in dem jede-r ihren/seinen eigenen Haus- oder Wohnbereich organisieren kann. Die Teilnahme an Gemeinschaftsprojekten oder auch deren Mitgestaltung bietet den Bewohner-inne-n ein interessantes Betätigungsfeld. Eine vielseitige Architektur, die auch individuelle Grundrisse und Entwürfe berücksichtigen und miteinbeziehen kann, erlaubt es den Menschen auf Monte Alegre, ihren persönlichen LebensTraum als Teil einer Gemeinschaft zu verwirklichen.

 

Die nach Süden ausgerichtete Hanglage des Grundstückes, auf dem Monte Alegre entsteht, hat eine mittlere Neigung und bildet mit seiner abwechslungsreichen Topographie und Vegetation eine interessante Grundlage zur Planung einer Bebauungsstruktur. Die Größe von 5 ha = 50.000 qm bietet eine großzügige Fläche, sowohl für bebaute als auch offene Areale für Outdoor-Aktivitäten und gärtnerisch nutzbare Bereiche.

 

Auf Monte Alegre entstehen Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereiche für eine mittelgroße Gemeinschaft. Die baulichen Anlagen definieren sich durch ihre geplante Nutzung:

 

  1. Bildungszentrum mit benachbarten Wohnhäusern
  2. Hotel- und Appartementanlage für Mitglieder, Gäste und Seminar-Besucher-innen
  3. Wohn- und Appartementbereich für Dauerbewohner-innen, Dienstleister-innen und Mitarbeiter-innen.

 

Die Entwurfsidee für die Bebauung von Monte Alegre basiert auf der Entwicklung einer Struktur ähnlich der eines gewachsenen Dorfes. Durch das Verlagern dieser Struktur auf drei verschiedene Bereiche entwickeln sich interessante Wegbeziehungen und Verbindungspfade gegenüber dem topographischen Hochpunkt und dem von Ost nach West verlaufenden Bach. Dieser durch Monte Alegre fließende Bach und die weiteren eigenen Wasserquellen dienen zum Auffüllen der geplanten Natur-Pools.

 

Durch das Einebnen von drei Bereichen entstehen Plateaus, die dadurch eine neue architektonische Nutzung zulassen. Entgegen der Möglichkeit, das gesamte Grundstück zu parzellieren, wird hier bewusst darauf abgezielt, nicht baulich zu überfrachten, sondern unter Berücksichtigung der landschaftlichen Gegebenheiten, dichter zu bauen.

 

So bewahren wir weite Freiflächen mit Olivenhain und Mandelwiese, das vorhandene Sumpfgebiet zum Anbau von Pflanzen und Kräutern, sowie die auf der Nordostseite herrschende Anhöhe, die der Hochpunkt des Geländes ist.

 

Im Entwurf wird Wert darauf gelegt, in allen drei Bereichen auch Wohnraum anzuordnen, um für Struktur und Vitalität zu sorgen. Gärten, Naturräume und einladende Wasserstellen prägen das Bild.

 

Damit eine funktionierende, florierende Infrastruktur entstehen kann, ist es notwendig, dass auf Monte Alegre verschiedene, allgemein nützliche Berufe ausgeübt werden können. So ist über das Betreiben von verschiedenen Praxen, Dienstleistungsstudios, Kunst- und Kulturbetrieben hinaus besonders das Einrichten eines Cafés und qualitativ guten Restaurants geplant.

 

Ein kleiner Laden im Zentrum des Hotelbereichs versorgt die Bewohner-innen mit Lebensmitteln und festigt zugleich die Gemeinschaftsstruktur. Neben der Hotelanlage werden ein Informationsbereich und eine Wellness-Anlage angeordnet.

 

Für Seminare und Gruppenveranstaltungen wird ein Bildungszentrum errichtet. Dort wird es, wie in allen Bereichen, im Zentrum einen Platz geben, der alternativ auch überdacht werden kann.

 

Unterhalb des topographischen Hochpunktes sind Refugien und ein Meditationsraum geplant, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Sie sollen zu Fuß von allen bewohnten Bereichen gut erreichbar sein und zum Meditieren einladen.

 

Zur kostengünstigen Stromversorgung kann in allen Bereichen Solarenergie eingesetzt werden. Im tiefsten Bereich des Grundstückes, an dessen Südseite, sollen unterirdisch Kleinkläranlagen zur Wiederaufbereitung von Brauchwasser entstehen.